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Vorbei

Wir leben aneinander vorbei Wir gehen hinein Wir gehen hinaus Immer nur uns im Gepäck

Zu

Noch sind die Tore verschlossen Kein Zugang zu mir Muss vertrauen, muss hoffen Auf Taten außer mir

Brennendes Leuchtfeuer. Offene Herzen (Vor der Geburt)

Im zukünftigen Kinderzimmer Gefüllt mit gegenwärtiger Stille Ruhende Unruhe von der Decke Wühlende Aufregung im Herzen Nie gefühlte Stärke in der Brust Ungeduldige Erwartung, auf das nicht Kontrollierbare Nah am Wasser gebaut Vor mir die Zukunft Bunt Deren Maler ich nicht sein werde In der Hand mein Herz und Menschsein Die wertvollsten aller Güter Du kannst kommen und Leben sein Lachen, Lieben, Weinen Große Dramen, kleine Gedichte Wir sind da. Brennendes Leuchtfeuer. Offene Herzen.

Papier und Tinte

In der Hand ein Liebesgedicht. Papier und Tinte. Das Gedicht stimmt nicht. Trifft nicht mein Gefühl, dass keine Worte hat. Ich will manchmal einfach nur fallen und zerspringen. Wissend, dass du mich wieder zusammen setzt. Will ganz laut schreien und weinen und wissen, dass du es hörst. Ich will allein sein, um immer zu dir zurück kehren zu können. Ich brauche dich. Ich will, dass du stark bist, will, dass du Papier und Tinte bist, wenn ich mich in Gedanken verloren habe.

Weihnachtsgeschichte

Das Schwarz der Nacht glänzt im Regen. Kalt und sauber. Der klare Klang der Tropfen auf dem Blech der Dächer hallt durch den Innenhof. Sonst Stille. Sonst Frieden. Neuer Realismus. Neue Poesie. Alles wird neu sein. Das neue Jahr bringt ein Kind. Ein Kind, dem die Geschichten noch fehlen. Ein Kind, für das Angst und Freude noch rein sind. Ich aber hänge noch an den Geschichten. Geschichten, die alles besser machen oder Schwarz/Weiß. Geschichten, bei denen ich den Verlauf bestimme. Geschichten, die ich bewege und die am Ende mich bewegen. Tag für Tag gewinnt das Leben an Realität. Ein Albtraum... Ein Traum... Dem Kind, das keine Geschichten kennt, werden seine Mutter und ich bald das Wichtigste auf der Welt sein. Welche Geschichten werden wir ihm erzählen? Welche Lieder ihm vorsingen? Wie werden wir es trösten, wenn es an der Realität krankt? Wir werden ihm Geschichten erzählen, vom größten Traum der Menschheit: Von Liebe und Freiheit. Und es werden gute, schöne Geschichten s...

Zu viel Realität

Zur Besichtigung im Kreißsaal stehend Die Hebamme  erklärt die Geburtswanne Geburtspositionen, Lachgas, Dammriss Noch bin ich Tourist hier Folge der Show Nehme die Werbegeschenke. Gehe durch die Fabrik, die Leben im Takt von Schichten produziert. Unaufhaltsam dringt das Leben vor Fordert sein Recht auf Realität. Realität, die ich wieder lernen muss

Verdammtes Biest

Halte das Alien in meiner Brust gefangen Pflege den Parasiten mit meiner Angst Er spricht aus mir mit leiser Stimme: Nur im Tod wirst du frei sein