Die Mauer
Als ich klein war, lebte ich an der Mauer. Allen Kindern wurde damals die gleiche Geschichte erzählt:
Marox und seine Herde schwarzer Trolle wohnten im Land Mosak, hinter der Mauer. Die Trolle waren klein, schnell und sie würden jede Gelegenheit nutzen, hinter die Mauer zu gelangen. Deswegen war die Mauer 33 Meter hoch und fünf Meter dick. Die Häuser, die nah an sie heran gebaut waren, waren niedriger als die übrigen Häuser. Niemand konnte auf die andere Seite sehen.Wer dem Marox jemals in die Augen schauten sollte, könnte ihm keinen Wunsch abschlagen. Er würde sich in sein Gehirn einnisten, wie ein Parasit, ihm alle Freude am Leben nehmen und ihn dazu verführen, die Mauer zu zerstören. Dann würden er und seine Trolle uns überrennen und auffressen.
Marox und seine Herde schwarzer Trolle wohnten im Land Mosak, hinter der Mauer. Die Trolle waren klein, schnell und sie würden jede Gelegenheit nutzen, hinter die Mauer zu gelangen. Deswegen war die Mauer 33 Meter hoch und fünf Meter dick. Die Häuser, die nah an sie heran gebaut waren, waren niedriger als die übrigen Häuser. Niemand konnte auf die andere Seite sehen.Wer dem Marox jemals in die Augen schauten sollte, könnte ihm keinen Wunsch abschlagen. Er würde sich in sein Gehirn einnisten, wie ein Parasit, ihm alle Freude am Leben nehmen und ihn dazu verführen, die Mauer zu zerstören. Dann würden er und seine Trolle uns überrennen und auffressen.
Durch das offene Fenster drang der Lärm der Wetterjäger, die aufstiegen um den Tornado zu bekämpfen, der sich gerade an Ostküste bildete. Mein Vater war einer der Piloten. Als ich dreizehn war, bekam er die Stelle und wir zogen weg von der Mauer an die Küste. Wir lebten auf der 96. Ebene und konnten weit auf das Meer schauen.
Vor mir auf dem Bett lag mein Rucksack und ich wusste nicht, was ich hinein tuen sollte. Es machte keinen Sinn mehr etwas von hier zu behalten. Ich schaute mich in meinem Zimmer um, doch der Film im Kopf, der bei vielen lustige Kindheitserinnerungen abspielte, wollte nicht starten.
Die Wetterjäger flogen die Küste entlang und würden ihre Bomben so lange in den Sturm feuern, bis die Chemikalien ihn aufgelöst hätte.
Ich dachte daran wie stolz ich auf meinen Vater war, als er die neue Stelle bekam. Er war ein Held. Er rettete Menschen, uns, vor der Zerstörung durch das Wetter. Piloten genossen hohes Ansehen, sie durften sogar über Mosak fliegen.
Heute wusste ich natürlich, dass es keine Trolle gab und dass all die Geschichten nur Märchen waren, um uns Kindern Angst zu machen.
Ich schloss meinen Rucksack und nahm den elektrischen Magneten, den mir Richard gegeben hatte und fuhr damit über mein Handy, meinen Computer und den Chip, der unter der Haut an meiner Schulter war. "Speicher leer und du bist frei.", hatte er gesagt, mich geküsst und war weg. Ich würde ihn an der Mauer wieder sehen.
Wie ich, hatte er seine Kindheit im Schatten der Mauer verbracht. Und wie ich, wollte er wissen, was wirklich hinter der Mauer war. Und wir waren nicht die einzigen.
Seit Monaten sammelten wir Batterien. Wir klauten sie von E-Bikes, E-Scootern, manche sogar aus Autos und brachten sie zu Rose, deren Vater am Hafen eine leer stehende Halle besaß. Auch sie war schon mit dem Truck und der Bombe unterwegs zur Mauer.
Alles was ich brauchte, war in meinem Kopf. Schon mit fünfzehn hatte ich an der Schule den Titel Meisterin der Computer inne und mir wurde eine Karriere auf den höchsten Leveln vorhergesagt. Ja, ich war richtig gut im programmieren. Doch was war eine Programmierern ohne Hardware? Also brachte ich mir Löten und den Bau von Platinen bei, was mich zu einem Retro Nerd machte. Doch noch während die anderen lachten, baute ich meinen eigenen Computer. Ich erfand eine eigene Programmiersprache und ich war wahrscheinlich die einzige, die sich frei und ohne Spuren im I-Netz bewegen konnte. Meine Hard- und Software ermöglichte es dem Wiederstand, wie wir unser Kollektiv, nach den Hackern aus dem Film Matrix genannt hatten, zu kommunizieren, zu informationen, zu stehen, Chaos zu stiften und eine Bombe zu bauen.
In meinem Zimmer war alles ruhig. Kein Datenstrom der ständig an mein Hirn geschickt wurde. Keine Nachrichten, keine Telefonate, keine Werbung. Vielleicht war das die wirkliche Revolution. Die Ruhe. Auf einen Schlag, alle Implantate abschalten. Mein Herz schlug schneller und niemand außer mir bemerkte es. Frei sein. Ich musterte den kleinen Elektromagneten und dachte an Richard.
Schnell schmiss ich Unterwäsche, zwei Hosen, T-Shirts und eine Jacke in den Rucksack und verließ das, was früher mein zu Hause war.
Vor mir auf dem Bett lag mein Rucksack und ich wusste nicht, was ich hinein tuen sollte. Es machte keinen Sinn mehr etwas von hier zu behalten. Ich schaute mich in meinem Zimmer um, doch der Film im Kopf, der bei vielen lustige Kindheitserinnerungen abspielte, wollte nicht starten.
Die Wetterjäger flogen die Küste entlang und würden ihre Bomben so lange in den Sturm feuern, bis die Chemikalien ihn aufgelöst hätte.
Ich dachte daran wie stolz ich auf meinen Vater war, als er die neue Stelle bekam. Er war ein Held. Er rettete Menschen, uns, vor der Zerstörung durch das Wetter. Piloten genossen hohes Ansehen, sie durften sogar über Mosak fliegen.
Heute wusste ich natürlich, dass es keine Trolle gab und dass all die Geschichten nur Märchen waren, um uns Kindern Angst zu machen.
Ich schloss meinen Rucksack und nahm den elektrischen Magneten, den mir Richard gegeben hatte und fuhr damit über mein Handy, meinen Computer und den Chip, der unter der Haut an meiner Schulter war. "Speicher leer und du bist frei.", hatte er gesagt, mich geküsst und war weg. Ich würde ihn an der Mauer wieder sehen.
Wie ich, hatte er seine Kindheit im Schatten der Mauer verbracht. Und wie ich, wollte er wissen, was wirklich hinter der Mauer war. Und wir waren nicht die einzigen.
Seit Monaten sammelten wir Batterien. Wir klauten sie von E-Bikes, E-Scootern, manche sogar aus Autos und brachten sie zu Rose, deren Vater am Hafen eine leer stehende Halle besaß. Auch sie war schon mit dem Truck und der Bombe unterwegs zur Mauer.
Alles was ich brauchte, war in meinem Kopf. Schon mit fünfzehn hatte ich an der Schule den Titel Meisterin der Computer inne und mir wurde eine Karriere auf den höchsten Leveln vorhergesagt. Ja, ich war richtig gut im programmieren. Doch was war eine Programmierern ohne Hardware? Also brachte ich mir Löten und den Bau von Platinen bei, was mich zu einem Retro Nerd machte. Doch noch während die anderen lachten, baute ich meinen eigenen Computer. Ich erfand eine eigene Programmiersprache und ich war wahrscheinlich die einzige, die sich frei und ohne Spuren im I-Netz bewegen konnte. Meine Hard- und Software ermöglichte es dem Wiederstand, wie wir unser Kollektiv, nach den Hackern aus dem Film Matrix genannt hatten, zu kommunizieren, zu informationen, zu stehen, Chaos zu stiften und eine Bombe zu bauen.
In meinem Zimmer war alles ruhig. Kein Datenstrom der ständig an mein Hirn geschickt wurde. Keine Nachrichten, keine Telefonate, keine Werbung. Vielleicht war das die wirkliche Revolution. Die Ruhe. Auf einen Schlag, alle Implantate abschalten. Mein Herz schlug schneller und niemand außer mir bemerkte es. Frei sein. Ich musterte den kleinen Elektromagneten und dachte an Richard.
Schnell schmiss ich Unterwäsche, zwei Hosen, T-Shirts und eine Jacke in den Rucksack und verließ das, was früher mein zu Hause war.
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