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Es werden Posts vom April, 2020 angezeigt.

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Die Fußstapfen auf dem Boden verblassen. Laufen in das Nichts, das die Welt geworden ist. Da wachsen die Blumen, da die Müllberge. Im Kopf zu Hause eingeschlossen. Wirrwarr. Aufwachen.  HygieneDeutsche. AngstDeutsche. Opositionslos Deutsch. Kein Virus beschneidet meine Rechte. Es gibt keinen unsichtbaren Feind. Platzangst und das Wissen für Freiheit kämpfen zu müssen.  Verdrängung und Ablenkung.  Die Angst vor dem Anderen. Das Lächeln hinter einer Maske eingefroren. Die Tränen fallen in das schwarze Loch. Herz wird Stein und zerspringt am Gefühl. Zersplittertertes Ich. Da ist kein sozial in Social Distancing. Virus eint nicht, sondern macht krank. System Error. Selbstgespräche in die frische Luft des Frühlings. Eine Zimmerpflanze stirbt, Mehltau auf den Rosen.

was ist was wird (2. April)

Angst ist der Weg zur dunklen Seite.  Ein dämliches Star Wars Zitat und doch, ist die Angst, die Entscheidung, die eine Mehrzahl der Menschen zur Zeit zu treffen, bereit ist.  Kontaktverbote und Bußgeldkataloge sprechen die Sprache der Angst. Wer sie stillschweigend akzeptiert, geht diesen Weg.  Es geht mir hier nicht um Sinn oder Unsinn von Maßnahmen, sondern um uns Menschen.  Misstrauen, Hilflosigkeit, Einsamkeit, Klaustrophobie sind die Folgen der Maßnahmen. Die dunkle Seite eben. Was macht das alles mit uns? Wollen wir das? All jene, die denken, das diese Maßnahmen wirklich in dieser Art nötig sind, empfehle ich Episode IV-VI oder einen Blick in die Geschichtbücher gar nicht so weit entfernter deutscher Geschichte.

Ruine Mensch

Und die Ruine war ein Mensch. Kaum noch zu erkennen. "Wer bist du?", fragte der bunte Vogel da hinein, wo einst ein Herz war. Die Frage hallte, auf einem kalten Windhauch reitend, zurück.  Der Vogel flog weiter und ließ das, was von dem Mensch noch war, allein zurück. Doch was war da noch, als abstoßende Kälte und das zerfallende Gefängnis eines Körpers, der einst, nur mit seiner Phantasie, ganze Welten erschaffen konnte? Die Hülle, erzählte der Vogel später seinen Kindern, schütze früher einen Raum aus Angst. Eingesperrt konnte sie nicht heraus. Die Angst schwach zu sein, zerbrechlich zu sein und fehlbar zu sein, ließ die Hülle versteinern und das Innere ohne Licht und Tränen austrocknen und verdorren.  Das konnten die Vogelkinder nicht verstehen und auch der bunte Vogel nicht.

was ist was wird (16. März 2020)

Sein einiger Zeit schreibe ich an einer Geschichte, die in einem Stadtkontinent spielt, welcher sich vor hundert Jahren, nach einem weltweit verbreiteten Virus, vom Rest der Welt abgeschottet hat. Den Virus bekämpft hat und alle die, in das Land fliehen wollten, ausgeschossen und bekämpft hat.  Auf die anfängliche Solidarität der Menschen folgte schnell Egoismus und Nationalismus. Das Vorgehen an den Grenzen wurde gebilligt. Den Krieg führten Drohnen aus, die den Virus nicht bekamen. So allarmierend die Situation auch gerade ist, so trifft sie uns längst nicht so heftig, wie den Rest der Welt. Der Kampf um den Wirkstoff gegen den Virus lässt erahnen, wo der Hase langläuft und die Diskussion darum, ist gespickt mit nationalen Gedanken. Grenzen werden geschlossen, Angst wird geschürt, wichtige Themen und Auseinandersetzungen finden nicht statt.  Wir müssen die Augen offen haben, sonst merken wir zu spät, das wir eine totale Überwachung und Abschottung zum eigenen Wohl gegen ande...